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Montag, 10. November 2014

Billy Valastro

Wochenende einmal mehr gut überstanden???

Ich war fast schon "Alleinerziehend"... Meine herzallerliebste Ehefrau "durfte" den ganzen Samstag in einer Turnhalle verbringen. Am Morgen heiss es "Muki-Turnen" leiten, am Nachmittag "Muki-Turnen-Leiterinnen-Ausbildungs-Veranstaltung" (hät 100% so gheissa!! i schwör!!).

Die Kinder und ich genossen also den Samstag für uns. Am Morgen hatten wir noch ein paar Erledigungen in der Stadt zu machen, am Nachmittag ging's in's "Fiutscher-Zelt" (Ausstellung über verschiedene Berufs-Ausbildungen) und danach waren wir in der Küche aktiv (dazu später mehr). Am Sonntag liessen wir Sinaida (so heisst meine Angetraute) dann in ihrer "Nähwerkstatt" aktiv sein (der Weihnachtsmarkt kommt bald) und wir gingen zusammen joggen (Ahu auf dem Fahrrad)  Danach noch eine Runde spazieren (heute habe ich aber viel Klammern, hahaha). Am Nachmittag kam "Onkel-Ken" und "Tanta-Mägi" zu Besuch, um das alljährliche Siedler-Turnier zu bestreiten. Ach, war das ein Plausch, vorallem bei meinem grandiosen Sieg !!!

Gesundheitstechnisch war das Wochenende gar nicht so schlecht. Ich habe wohl während der ganzen Woche schon soviel Süsses und Ungesundes gegessen, dass ich (fast) gar keine Lust mehr hatte. Ach ja, auf der Waage war ich noch nicht, wie es bezüglich Jojo aussieht, kann (und werde) ich euch erst am Freitag berichten können. Jetzt aber zu unserer Küchentätigkeit vom Samstag Nachmittag.... Und dem "klitzekleinen" Aussetzer vom Sonntag....

Kennt ihr Buddy Valastro??
Buddy ist der Hampa Merz von Hoboken. Hoboken ist in New Jersey. New Jersey ist gleich neben New York. New York liegt in den Vereinigten Staaten von Amerika. So, jetzt soll noch jemand sagen dass man in meinem Blog nichts lernt!!! Für alle "Nicht-Churer", der Hampa Merz hät in Chur diverse Bäckereien... Und zack, gleich nochmal was gelernt...


Der Buddy aus Hoboken hat also eine Bäckerei. Die führt er zusammen mit seiner Familie. Weil das alles so "sauglatte" Mitmenschen sind, hat sich der TV-Sender TLC dazu entschlossen, eine TV-Serie über die Bäckerei zu machen. In der Show "Cake Boss" wird jeweils gezeigt, wie die Crew zwei spezielle Torten herstellt und diese der Kundschaft übergibt. Ich liebe die Show, Buddy ist witzig, seine Familie sowieso und die Torten sind jeweils "uu huara" cool.


Also dachten wir uns, wir machen auch mal eine tolle Torte. Da Onkel Ken und Tantchen Mägi am Sonntag eh vorbeikommen, haben wir dabei gleich noch ein feines Zvieri... Unser Einkauf sah in etwa so aus:


Somit bestand unsere Aufgabe darin, all diese Dinge zu einem Törtchen zu verarbeiten. Zuerst wurde Rahm, die Weisse Schokolade und Creme Fraiche miteinander "verbunden", dann Butter und Puderzucker dazugegeben und die "weisse Schokocreme" war fertig. Aber scheisse, alles war flüssig. Gemäss Rezept musste das doch "hart" werden, um den Tortenboden auch bestreichen zu können!!! Scheisse!!!

Dann machten wir Fehler Nummer 1....
Etwas ist weich, lass uns einfach mehr Butter dazu geben, das kommt 100% gut. Wurde nichts draus, scheisse. Also machten wir Fehler Nummer 2, ein bisschen mehr Schokolade und noch mehr Butter. Klappte auch nicht. Also warum nicht Fehler Nummer 3?? Rahmfestiger musste also rein!!! Nein, die Creme war zwar gefühlte 8 Kilo schwer, aber hart wurde sie auch nicht. Also stellten wir die blöde Creme in den Kühlschrank und schauten mit einer riiiiiiiesen Wut im Bauch die "Ninja Turtles".

Nach einer halben Stunde war ich immer noch stinkesauer und entschloss mich, ein paar M&M reinzuwerfen... Also, Kühlschrank auf und ein paar M&M zum Abreagieren. Noch kurz ein paar böse Blicke auf die blöde Creme und siehe da, sie war hart!!! Also wieder was gelernt, eine Buttercreme ist warm nie hart, hahahaha... Stelle sie in den Kühlschrank und tatata!!!! Hart...

Also, Kuchenboden auf den Teller und mit der Creme bestrichen. Die Kitkat's also als "Gartenzaun" um die Torte rum, das ganze mit Schokostengel aufgeteilt und schön dekoriert. Danach noch zusammengebunden und ab in den Kühlschrank. Jetzt aber ohne anzugeben, sie sah doch wirklich nicht soooo schlecht aus. Wenn man bedenkt dass diese Torte von einem "Anti-Koch" und seinen zwei Kindern gemacht wurde....


Ok, aber konnte man sie essen??
Aufgetischt wurde sie um ca. 15:00 Uhr. Um 15:04 war der ersten Person schlecht, um 15:10 hatten alle leichte Probleme mit dem Magen. Bis heute Morgen hat es niemand mehr gewagt, weitere Nahrung aufzunehmen :))))))

Nein nein, jetzt im Ernst. Sie war wirklich wirklich wirklich supermega gut (hat man mir versichert). Aber überraschenderweise war sie leicht "mastig" :))) Kennt ihr das Gefühl nach einem Fondue, bei dem wirklich wirklich übertrieben wurde?? Genau so fühlte ich mich nach einem kleinen Stückchen Torte. Beim nächsten Mal also etwas weniger Butter und weniger Schokolade?? :))))

Auf alle Fälle hat es riesig Spass gemacht, mit den Kids die Torte zu machen. Und hey, für unsere erste Kinder-Papa-Torte haben wir uns wirklich übertroffen... Ach ja, wer von der Torte versuchen will, es hat noch... Rund die Hälfte ist in der Gefriertruhe :))

Und an Ken => bitte am Silvester kein Dessert machen, wir nehmen mit :)))

Montag, 28. Juli 2014

29 Sekunden

29 Sekunden war es am Schluss, die mir fehlten, um schneller als 2 1/2 Stunden zu sein. Und wisst ihr wer Schuld daran war?? EIN DEUTSCHER !!! Da ich nach der Rennvelo-Strecke meinen Helm bereits etwas zu früh geöffnet hatte, hielt mich ein Streckposten auf (deutscher Staatsangehöriger) und gab mir ein Referat über die Regeln an einem Triathlon!! Was für ein IDIOOOOT !!! Ich wisse genau dass ich mich und meine Kollegen gefährde, bla bla bla... Ich öffnete meinen Velohelm etwas zu früh, ich zog ihn nicht ab, ich öffnete nur die Lasche zu früh... Die Zuschauer tobten (siehe unten)!!!

DER DEUTSCHE!!!


Tobende Zuschauer


Aber ehrlich gesagt ist es nicht so schlimm. Ich lief eine neue persönliche Bestzeit, rund 2 1/2 Minuten schneller als die bisher beste Zeit, nicht schlecht. Insgesamt wurde ich 291ter von 1024 Finishern, also die, die aufgegeben haben nicht dazugezählt, sonst wären es rund 1250. Also im vordersten Viertel, nicht sooo schlecht... Und im Gegensatz zu Marathons hat es bei Triathlons keine verkleideten Clowns und auch keine "Pläuschler", sondern zu 99% "ernste Sportler". Hmm, wisst ihr wie ich meine??

Aber von Anfang an...

Tagwache um 05:40, büäh... Durch meinen Fanclub (Sidi, Jamie, Ahu) wurde ich nach Zürich chauffiert, im Auto noch etwas ausgeruht und trotzdem war es irgendwie früh in Zürich. Das Fahrrad musste 2 1/2 Stunden vorher in der Wechselzone eingecheckt, die Startnummer 2 Stunden vorher abgeholt werden. Somit hiess es früh in Zürich sein und danach lange warten... Fahrrad positionieren, alles bereit legen, Laufsachen vorbereiten, auch schön "püscheln" und nicht mehr zuviel bewegen... Darin bin ich gut :))




Um 10:40 Uhr war der Start, also Triathlon-Anzug anziehen, Neopren drüber, Kappe auf, Brille richten und zusammen mit den aktuell 300 besten Freunden ins mittelkalte Nass... Ach, war das ein Spass. Wie befürchtet waren die ersten 10 Minuten reiner Positionen-Kampf, mit Ellbogen-Schlägen, Fusstritten und so weiter... Dann noch ein viertel Stündchen länger Schwimmen und raus aus dem Wasser.. Schwimmen war wie angenommen nicht unbedingt das Problem, beim Schwimmen lag ich in meiner Kategorie sogar auf dem 29. Rang, war unter den 200 Besten insgesamt...


Finde das Fahrrad


Danach das Spielchen "Finde das Fahrrad", rauf aufs Rad und drei Runden am Zürich-Seeufer entlang.. Das "Velölen" ist definitiv die Disziplin, bei der ich noch am Meisten rausholen kann... Oder die andern irgendwie schneller als ich sind... Vielleicht sollte ich weniger nach Arosa raufkrachseln und mehr "Tempo bolzen"... So irgendwie... 


Eigentlich möchte ich es nicht mehr erwähnen, aber nach drei Runden stand so ein Deutscher am Strassenrand und kontrollierte, dass Alles mit rechten Dingen zu- und hergeht... Und fand einen armen, kleinen, dicklichen Bündner, der sein Helmverschluss zu früh öffnete... Könnte ja weiss nicht was passieren, ein Komet stürzt auf Zürich, Hagelstürme oder was auch immer.. Ach nein, der Helm war ja noch immer auf dem Kopf, nur der Bändel war schon geöffnet... Ich erhol mich fast nicht mehr... Die Deutschen Mesut, Sami und so weiter hatten im Sommer sogar ein paar Sympathie-Punkte für ihr Land gesammelt, und dann das....

Egal, runter vom Rad, Helm weg, Schuhe weg und Laufschuhe angezogen, noch 10 km "rennen" bis ins Ziel. Die Rennstrecke war super, ich fühlte mich gut, hatte noch genug Kraft und war sehr gut drauf. Kein einziges Mal "1 km han i jetzt, nur no 9 km" und so Psycho-Zeugs... Mental also sackstark :)))


Im Ziel waren es dann offizielle 2 Stunden 30 Minuten und 28 Sekunden... 2 1/2 Minuten schneller als meine bisherzige Bestzeit. Ich schwankte zwischen "uuu huara zfrida" und "scheisse, 29 Sekunden"... Und was macht man in so einem Moment???? Man geht während der Massage mit seinem extrem schlauen Smartphone ins Internet und meldet sich für den Triathlon in Locarno an... Hoffe dort hat es keine deutschen Helfer ;)))

7 Wochen Zeit zum trainieren habe ich noch und ihr müsst euch somit nochmals 7 Wochen Triathlon-Zeugs anhören, hahahaha.... Bis dann finde ich auch noch die 29 Sekunden Rückstand zur goldenen 2 1/2 Stunden-Marke.... Und ihr seid hoffentlich "quasi live" dabei.....

Auch am Sonntag fühlte ich mich wirklich gut, am Morgen gings sogar zum lockeren Auslaufen mit Jamie. Und natürlich mussten die verbrannten Kalorien wieder aufgenommen werden, mit Burger King und Capuns zum Znacht sollte dies jedoch mehr als gelungen sein :)))

So, wünsche einen guten Start in die Woche

Euer Billy Blogsberg



Donnerstag, 24. Juli 2014

England zum Allerletzten

Mittlerweile ist es fast schon eine Ewigkeit her, trotzdem noch kurz zum 3. Teil des Sommerferien-Reportes vom Badeurlaub in Südengland.

Das hektische London hatten wir hinter uns gelassen und trafen zum Abschluss der ersten Woche wieder in Camber Sands in unserem Häuschen ein. Somit hiess es wieder Ruhe, Gelassenheit, keine Touristen, dafür viel Möwen :)))
An diese frechen Biester mussten wir uns erstmals gewöhnen. In den ersten Tagen fühlte man sich immer etwas verfolgt von den kleinen Scheisserchen. Beim Duschen, auf dem Klo, beim Anziehen, überall waren sie dabei und gaben ihren Kommentar ab, hahaha....


Die Temperaturen waren in der zweiten Ferienwoche ein paar Grad tiefer. Dies war ideal, denn wir wollten noch etwas die Umgebung mit den kleinen Dörfchen auskundschaften. Zuerst ging's ins nahegelegene Rye. Ach, war das schön. Nicht direkt am Meer gelegen, mit viel Charme und mittelalterlichem Flair. Rye ist ein wunderschönes Städtchen und allemal ein Ausflug wert.




Zum Zmittag gab's klassischen Fish und Chips und zum Dessert den besten Milchshake den ich je ever irgendwann aswo und für immer getrunken habe. Ich hatte mich im Vorfeld bereits im Internet etwas schlau gemacht, was es in Rye alles gibt und bin auf diverse Einträge gestossen, die das Cafe "Knoop's" in Rye und deren Milchshake in den Himmel gelobt haben. Wir entschlossen uns für vier "Weisse Schokolade Milchshake" und waren allesamt hellbegeistert. Alles von Hand gemacht, frische Zutaten, weltklasse!!!


Leider waren sie sehr mastig und somit "musste" ich die Resten der ganzen Familie trinken. So kam ich auf ungefähr 2 1/2 Milchshake, Bauchschmerzen und ca. 2800 Kalorien mehr, hahaha... Aber hat sich gelohnt!!!

Zudem fuhren wir noch nach Hasting, wiederum eine alte Stadt, welche jedoch leicht touristisch angehaucht war, dafür jedoch am Meer liegt. Eine Burgruine über der Stadt, wunderschöne Restaurants am Meer, ein Aquarium und viele viele Shops luden zum Verweilen ein. Hasting ist definitiv auch ein Ausflug wert, es hat uns super gefallen, vorallem die schöne Altstadt.




Nebst Ausflügen hiess es auch in der zweiten Woche Sandburgenbauen, viel lesen, Gesellschaftsspiele spielen, Spaziergänge, in der Gegend rumjoggen und noch einmal etwas "go lädala".



Zusammenfassend kann ich sagen dass der Badeurlaub in England absolute Weltklasse war. Ich habe mich erholt wie noch nie in den Ferien. Vorallem haben wir als Familie viel Zeit zusammen verbracht, es gab keine Ablenkung von Kinderdisco, Animationen und 10'000 anderen "Ferienanlage-Besucher", sondern nur uns vier. Daher ist es vielleicht von Vorteil wenn ihr gerne was mit den Kindern macht, hahahaha... Und vorallem wenn sich die Kinder auch mal selber unterhalten können und sich nicht immer gleich langweilen, weil sie nicht konsumieren können. Das hat zu 100% geklappt mit unseren zwei Kids.

So, genug erzählt, muss jetzt langsam einen Schlachtplan für den Samstag bereitlegen.... Und mein Zeugs packen, da kommt doch einiges zusammen...

Schwimmbrille, Neopren, Triathlon-Anzug, Rennvelo, Handschuhe, Helm und und und....