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Mittwoch, 3. Dezember 2014

Schuhe Schuhe Schuhe

Heute geht es um etwas, von dem Frauen und Läufer nie genug bekommen können... Nein, keine Handtaschen, sondern Schuhe :))

Pro Jahr kauft eine Frau (gem. Statistik) ca. 5 neue Schuhe. Der Mann ca. 2.
Allein das sollte mir zu denken geben, denn irgendwie lebe ich über dem Durschnitt, haha...
Ein Laufschuh sollte ca. 700 bis 1'000 km halten, das heisst pro Jahr benötige ich EIGENTLICH zwei Schuhe, einen zum Laufen und einen für's Fitness-Center... Ok, ich bin ja ein Wichtigtuer, daher muss ich allein für's Laufen zwei haben, ein Trainings- und ein Wettkampfschuh. Wären wir also bei drei Schuhen... Im Alltag versuche ich mich mit Adidas All Stars in verschiedenen Farben und Ausführungen (warum gibt es eigentlich die Star Wars Editionen nirgends mehr zu kaufen??) durchzuschlagen, das klappt ganz gut...

Aber zu den Laufschuhen....
Egal wieviel man davon im Schrank hat, man stolpert immer wieder über ein Exemplar, dass man unbedingt haben muss. Weil es so schön glänzt, weil es gerade ein "Schnäppli" ist, oder weil es ein komplett neues Trag- und Laufgefühl verspricht...

Zuerst mussten sie ganz viel Luft (oder besser gsait "AIR") haben, dann war Barfusslaufen angesagt und im letzten Jahr folgte der nächste Clou. Adidas brachte zusammen mit dem Schaumstoffprofi BASF den Adidas Boost. Das schlaue daran war die Zwischensohle, bei der tausende kleine Kapseln reingepresst wurden. Diese speichern die Energie beim Auftreten und geben sie dem Läufer beim Abstossen quasi wieder zurück. Wenn ich das richtig verstehe funktioniert das wie mit kleinen Federn, fast schon ein "Katapult-Effekt". Zusätzlich soll das Material weniger auf Temperaturschwankungen anfällig sein, das heisst im Winter ist der Schuh nicht härter und in der Hitze nicht weicher... Tönte ja alles gut, aber in der Werbung wird immer viel versprochen...


Der Schuh kam im letzten Jahr auf den Markt und erstaunte sowohl Läufer wie auch die vielen schlauen Fachmagazine. Wollte, nein, musste ich natürlich unbedingt haben!!! Das Problem war jedoch, dass ich dieses Gefühl im letzten Jahr ein bisschen zuviel gehabt hatte und somit einen überfüllten Schuhschrank hatte.... Scheisse....

Doch in diesem Jahr gab ich mir ein Schüpfli und leistete mir den Nachfolge-Schuh, den Adistar Boost 2 ESM... Bereits beim Auspacken kamen mir fast die Tränen, hahaha...


Mittlerweile habe ich den Schuh einen Monat, bin rund 100 km damit gelaufen und kann euch etwas detailierter darüber berichten... Bereits beim Auspacken und der genauen Betrachtung des Schuhes fällt auf, dass er sehr gut verarbeitet ist. Selbst bei genauster Betrachtung findet man keine Naht, kein noch so kleines Loch im Gummi, rein gar nichts... Klasse Verarbeitung... Und dazu sieht er noch hammergut aus....

Aber wie läuft es sich damit??
Das Laufgefühl ist absolut überwältigend, der Schuh drückt nirgends und er ist extrem leicht. Man spührt den Schuh fast nicht.. Da ich dann und wann mal Probleme mit den Bändern hatte und mich immer mal wieder vertrete, interessiert mich natürlich vorallem die Stabilität. Bei all diesen "Barfuss-Dingern" ist in Sachen Stabilität ja nicht viel vorhanden. Doch der Adistar Boost hält zusammen, was zusammen gehört... Und dies, ohne den Fuss einzuengen... Das Obermaterial passt sich dem Fuss an und ist sehr angenehm. Auch auf dem Laufband schwitzt der Fuss kein bisschen...

Vielleicht bilde ich mir das Ganze natürlich auch nur ein, aber der Schuh ist auch verdammt schnell. Ob es jetzt an den kleinen Kapseln liegt oder an mir, spielt eigentlich keine Rolle, ich laufe die 10km (trainingsmässig) in sauschnellen 43 Minuten, klasse gemacht...

Der Schuh passt sich zudem der Laufstrecke an, egal ob Laufband, Beton, Wiese oder den Mittenberg hinauf (Waldweg für die "Nicht-Churer"), der Schuh fühlt sich angenehm an und zeigt null Schwächen... 

Hier ist Adidas wirklich ein sehr sehr grossen Wurf gelungen. Der Adistar ist mein absolut neuer Lieblingsschuh, den ich jedem Läufer ans Herz legen kann!!! KAUFPFLICHT !!!

Jetzt noch ein Laufshirt, eine neue Hose und ein Hoodie dazu und schon seid ihr für den Winter bereit... Irgendwie müssen die Mailänderli, Zimtsterne und Käsefondues ja wieder rausgeschwitzt werden :))

Donnerstag, 13. November 2014

David, Kate und Myla

Wahrscheinlich wurdet ihr auf den diversen News-Seiten bereits mit dem Thema konfrontiert, aber ich möchte trotzdem noch meinen Senf dazu geben....

Calvin Klein macht ja normalerweise solche Werbung:



Die Models sind knackig (mit Photoshop bearbeitet), sehen verdammt scheisse gut aus (vorallem natürlich der David) und sollen uns zum Kauf der diversen tollen Produkte animieren.

Nun hat sich der Calvin (evtl. mit Mithilfe seiner Marketingleute) dazu entschieden, ein "Plus-Size-Model" auf der neuen Kampagne abzulichten... Das sieht dann etwa so aus:


Das "Plus-Size-Model" trägt US Grösse 10, das entspricht in etwa einer Grösse 38/40, das entspricht etwa einer Grösse M (Medium). Nun habe ich mich mal etwas schlau gemacht, denn "o Wunder", ich gehöre nicht zu den Fachmännern in Sachen "Frauenkleider", hahaha... Aber gem. diverserer sehr schlauen Studien trägt die Durschnittsfrau in der Schweiz Grösse 40/42...

Das ist jetzt aber eine einfache Rechnung, denn das heisst, dass die durchschnittliche Frau in der Schweiz Übergrösse trägt... Ihr seid alle fett :)))

Natürlich gab es jetzt einen Riesenaufschrei, der Welt des Internets sei dank. Warum man eine (sogar Unter-)Durchschnittsfrau als Übergrössenmodel betitelt, usw.. Ähnlich erging es der Firma "Victorias Secret", die mit dem Slogan "perfect body" warb. Darauf waren Damen abgelichtet, die für mich persönlich jetzt nicht unbedingt "perfect" aussehen, sondern eher "magersüchtig" oder gut "photoshopped". Vorallem Madame "wireless" und "unlined demi" machen mir doch etwas Sorgen!! Nachdem man "tendenziell" brutal negativ über die Kampagne berichtet hatte, änderte man den Slogan "klangheimlich" auf "a Body for every Body".


Die englische Modekette "Topshop" machte ähnlich gute Werbung. Eine junge Dame (mit Grösse 36/38) stellte sich neben eine Schaufensterpuppe des Unternehmens, sieht geil aus, oder nicht?? (rechts übrigends die Puppe, haha). Gemäss der englischen Zeitung "Guardian" misst die durchschnittliche Schaufensterpuppe in England 1.80 Meter und trägt die Grösse 34, die durchschnittliche Engländerin jedoch Kleidergrösse 44 bei einer Grösse von 1.64 Meter. Hmmm.....


Was heisst das jetzt?? Produziert man Mode nur noch für dünne Leute, wird am Markt vorbei produziert oder will man uns zeigen, dass es auch anders geht??

Das Problem ist vorallem die Tatsache, dass der Mensch vor 20 Jahren durchschnittlich rund 1-2 Kilo leichter war. Das heisst also, dass der Durchschnittsmensch zugenommen hat (sind 100% Muskla). In der gleichen Zeit sind die Models jedoch immer dünner geworden. Also wollen wir eigentlich alle dünner sein?? Oder wollen wir zumindest nur dünne Menschen in der Werbung sehen?? Die Seite "Buzzfeed" machte den Test und stellte div. Werbungen mit "Otto Normalverbrauer" nach. Jetzt fragt euch selber, von wem würdet ihr die Unterhose kaufen??


Ich denke mal, dass auch hier ein gesundes Mittelmass gefunden werden muss. Dass es bei jeder Modekampagne nun ein Riesenaufschrei gibt, weil es ein paar "dünnliche" Models draufhat, finde ich etwas übertrieben. Dass man jedoch mit magersüchtigen Models Werbung macht, welche danach vorallem den jungen Mitmenschen ein Vorbild sind, finde ich eher bedenklich.... Oder vielleicht sollte man Werbung und Models einfach für das nehmen was sie sind (Werbung, photoshopped und hochglanzpoliert) und das Ganze nicht so verbissen sehen. Zumindest kann ich mehr Mandelgipfel als die essen :)))

Da gönn ich mir die Fitness-Industrie, da wird wenigstens mit realistischen Vorbildern Werbung gemacht :))))